
Grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung einer Katze
- Erlaubt Ihr Mietvertrag Tierhaltung?
- Hat eine Katze in Ihrer Wohnung genügend Bewegungsfreiheit, evtl. sogar einen Balkon, der abgesichert werden kann oder weitgehend gefahrlose Freigangmöglichkeit?
- Sind alle in Ihrem Haushalt lebenden Personen mit der Anschaffung eines Haustieres einverstanden?
- Ist sicher, dass keine Person in Ihrem Haushalt eine Tierhaarallergie hat?
- Haben Sie genügend Zeit für eine Katze?
- Haben Sie jemanden, der im Falle von Urlaub die Katze versorgt?
- Können Sie Erbrochenes oder auch einmal Durchfall aufwischen?
- Können Sie täglich zweimal die Katzentoilette sauber machen?
- Können Sie über Kratzspuren an Möbeln und Katzenhaare auf der Couch (im Bett) hinwegsehen?
- Können Sie es hinnehmen, dass die Katze auch einmal einen Blumentopf umwirft?
- Sind Sie bereit und in der Lage, ca. 40,00 EUR pro Monat für Futter und Streu auszugeben?
- Sind Sie bereit und in der Lage, die Katze regelmäßig einem Tierarzt vorzustellen?
- Wissen Sie, dass eine Katze 15-20 Jahre alt werden kann?
Sind Sie sich auch wirklich ganz sicher, dass eine Katze das richtige Haustier für Sie ist? So anschmiegsam und zutraulich eine Katze sein kann – wenn ihr gerade danach ist – so eigenwillig zeigt sie sich andererseits. Eine Katze können Sie nicht – wie einen Hund – erziehen, sie wird sich ihrem Menschen nie unterordnen. Katzen sind Individualisten; Sie sollten ihre Eigenarten kennen und achten!
Gerade wenn Sie sich für eine junge Katze interessieren, seien Sie sich bewusst, dass fortan in Ihrer Wohnung nichts mehr vor dem Entdeckerdrang Ihres Stubentigers sicher sein wird. Angefangen von Körben mit frisch gewaschener Wäsche, Kleiderschränken, Schubladen und Betten über dekorative Kleinigkeiten wie Blumenvasen, Kerzenständern usw. bis hin zu Gardinen, Sofas und Teppichen. Alles was sich bewegt, kullert oder rollt, wird ihr willkommenes „Forschungsobjekt“ sein. Sie sollten es mit Gleichmut ertragen können, wenn Ihr neuer Hausgenosse testet, ob sich nicht auch Tapeten und Sofas zum Krallenschärfen eignen. Über Geschenke Ihrer Katze, wie frisch erlegte Mäuse oder Vögel, sollten Sie sich immer freuen, auch wenn sie sie Ihnen als besondere Überraschung auf Ihrem Kopfkissen präsentiert.
Sie denken trotz oder gerade wegen all dieser (Un-) Annehmlichkeiten, dass Sie „katzentauglich“ sind? Prima, dann sind Sie auf dem besten Weg, ein „Dosenöffner“ zu werden!
Bei uns warten Katzen jeden Alters und Geschlechts, jeder Farbe und jedes Temperaments auf ein schönes neues Zuhause, auch Rassekatzen sind immer wieder darunter. Bei Abnahme eines Katzenwelpen verpflichten Sie sich dazu, diesen kastrieren zu lassen, sobald er alt genug ist.
Bevor Sie eine Katze zu sich nach Hause nehmen, sollte die grundsätzliche Frage „Freigänger oder Wohnungskatze?“ geklärt sein. Ideal ist es, wenn Sie einer Katze Freilauf gewähren können. Natürlich muss dazu das passende Umfeld gegeben sein und Sie an einer ruhigen, wenig befahrenen Straße wohnen, einen Garten haben oder unmittelbar am Feld-/Waldrand wohnen. Eine Katzenklappe an Haus- oder Terrassentür – bei Etagenwohnungen auch eine Katzentreppe oder -leiter – ermöglichen der Katze ungehinderten Ein- und Ausgang. Natürlich bleiben auch in einer ruhigen Wohngegend Risiken, wenn Sie Ihrer Katze Freigang gewähren, aber Katzen, die von klein auf die Freiheit genossen haben, lassen sich nicht in einer Etagenwohnung einsperren.
Eine Katze, die Sie bei sich aufnehmen, sollte auf jeden Fall erst nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 4-6 Wochen (wenn sie sich wirklich sicher und zu Hause fühlt, bei sehr scheuen Katzen evtl. noch später) das Haus zum ersten Mal verlassen. Katzenkinder sollten erst alle erforderlichen Schutzimpfungen haben, bevor sie das erste Mal nach draußen kommen.
Kennt eine Katze von klein auf nur die Wohnungshaltung, kann sie sich auch ohne Freilauf durchaus wohl fühlen, braucht dann aber besonders viele Spiel- und Streicheleinheiten. Die Wohnung muss genügend Spiel- und Klettermöglichkeiten bieten, ein Kratzbaum oder -brett sollte nicht fehlen und es sollte noch ein Artgenosse in der Wohnung leben. Denn Katzen sind – abgesehen von Ausnahmen – durchaus keine Einzelgänger sondern wissen sehr wohl, gerade bei ausschließlicher Wohnungshaltung oder wenn ihre Halter berufstätig sind, die Gesellschaft eines oder auch mehrerer Artgenossen zu schätzen. Viele Katzen sind allerdings nach einer Zeit mit der Wohnungshaltung nicht zufrieden und reagieren dann häufig mit Unsauberkeit oder Aggressivität. Dann hilft nur eins: die Katze braucht Freigang – dies ist immer die bessere Lösung!
Junge oder alte Katze?
Eine junge Katze oder gar ein Katzenwelpe sind natürlich verspielter, lebhafter und ungestümer als ein erwachsenes Tier. Da wird dann schon öfter mal eine Gardine erklommen oder ähnliche Abenteuer im Haus gemeistert. Denken Sie nicht, ein junges Tier könnten Sie vielleicht noch erziehen. Erziehen wie einen Hund können Sie eine Katze nicht! Ein wenig „Benimm“ kann natürlich auch eine Katze lernen, aber stellen Sie nicht zu hohe Erwartungen. Von Anfang an sollten Sie Ihrer Katze aber einen Namen geben und sie so oft wie möglich mit diesem rufen. Sie wird lernen, darauf zu reagieren, kommen wird sie daraufhin allerdings nur, wenn ihr gerade danach ist.
Bei einem älteren Tier bekommen Sie schon einen fertigen Charakter. Durch Angaben der Vorbesitzer und die Beobachtungen, die wir bzw. die Pflegestelle machen, können bei einem erwachsenen Tier meist genaue Angaben zu seinem Charakter gemacht werden.
Alter ist ohnehin bei Katzen eher relativ zu sehen. Bei einer Lebenserwartung von 15-20 Jahren ist eine Katze ab 6 Jahren aufwärts noch lange kein Senior! Bedenken Sie dies bitte und fragen Sie vielleicht gezielt nach einem älteren Tier, da diese in der Regel schlechtere Vermittlungschancen haben.
Grundausstattung einer katzengerechten Wohnung
Bevor eine Katze zu Ihnen nach Hause kommt, sollten Sie bereits folgende Dinge vorbereitet haben:
- die Katzentoilette sollte an einem ruhigen Ort aufgestellt sein
- ausreichend Rückzugs- und Ruheplätze sollten vorhanden sein; Katzen mögen keinen Trubel und sollten stets die Möglichkeit haben, sich an einen ruhigen Ort zurückziehen zu können
- Kamm und Bürste für die Fellpflege sollten vorhanden sein; auch wenn Katzen viel Zeit auf ihre Körperpflege verwenden, brauchen doch vor allem die langhaarigen Katzen Hilfe bei der Fellpflege. Aber auch kurzhaarige Katzen genießen regelmäßige Pflege- und Streicheleinheiten mit einer weichen Bürste
- Spielzeug sollte vorhanden sein, Art und Aussehen sind Ihrem Geschmack und Ihrer Phantasie überlassen (man kann aus Papier, Toilettenpapierrollen, Ü-Eier-Döschen, Kartons etc. wunderbare Spielideen zaubern)
- für Tierarztbesuche und andere Fahrten mit dem Auto sollte eine Transportbox angeschafft werden, um die Katze sicher transportieren zu können. Am besten, Sie bringen gleich eine mit, wenn Sie zu uns kommen, um Ihre Traumkatze zu finden.
- Ganz wichtig:beseitigen Sie mögliche Gefahrenquellen im Haus: Kippfenster können eine tödliche Gefahr für Katzen darstellen. Spitze, scharfe, giftige (Putzmittel!) und sonstige gefährliche Gegenstände sollten nicht im Haus herumliegen
- Auch Freigänger-Katzen können nicht von Mäusen allein leben, sorgen Sie für das richtige Futter, bei uns werden Sie diesbezüglich beraten. Richten Sie Ihrer Katze einen Futterplatz an einer geschützten Stelle ein.WICHTIG: Milch ist kein Nahrungsmittel für Katzen! Im Gegenteil, sie kann schwere Verdauungsstörungen verursachen. Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.
Und nun bleibt uns nur noch, Ihnen viel Spaß mit Ihrem neuen Hausgenossen zu wünschen. Für weitergehende Fragen steht wir gerne zur Verfügung.
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Grundsätzliche Überlegungen vor der Anschaffung eines Hundes
Wer sich einen Hund anschafft, darf nicht glauben, dass er sich eine Art Puppe zulegt, die vorne frisst und hinten wedelt und ansonsten recht pflegeleicht und anspruchslos ist.
Jeder, der sich einen Hund hält, muss sich vorher darüber im Klaren sein, dass er Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, das ganz und gar von ihm abhängig ist. Ein Lebewesen, das Aufmerksamkeit, Pflege, Fürsorge, Opferbereitschaft und Geduld benötigt. Deshalb sollte sich jeder Hundeliebhaber vor der Anschaffung folgende Fragen stellen:
- Gestattet es die Hausverwaltung, einen Hund zu halten?
- Sind alle Familienmitglieder einverstanden?
- Bringe ich das Geld für Futter, Steuern und Tierarzt auf?
- Bringe ich die nötige Geduld und Zeit für einen Hund auf?
Wer nur eine Frage mit „nein“ beantworten muss, sollte im Interesse des Hundes besser auf eine Anschaffung verzichten.
Hundehaltung bedeutet immer auch einen großen Zeitaufwand, egal, wie alt der Hund ist. Dabei gilt jedoch: Welpen und junge Hunde brauchen mehr Zeit als ältere, ruhigere Tiere. Aus unserer täglichen Erfahrung wissen wir, dass gerade dieser Punkt sehr oft unterschätzt wird und welche großen Probleme daraus entstehen können.
Grundsätzlich kann ein Hund maximal fünf Stunden allein gelassen werden. Dies gilt nicht für Welpen oder Tiere, die gerade erst ins Haus gekommen sind (Eingewöhnungsphase!). Eine Berufstätigkeit, die mehr als diesen Zeitraum umfasst, schließt eine verantwortungsbewusste Hundehaltung aus, wenn sich kein anderes erwachsenes Familienmitglied in dieser Zeit um den Hund kümmern kann. Gerade weil Sie tierlieb sind, sollten Sie in diesem Fall auf die Anschaffung eines Hundes verzichten. Hunde sind hoch soziale Wesen, sie sind auf den Kontakt zu ihren Menschen absolut angewiesen, sollen sie nicht verkümmern und Verhaltensstörungen entwickeln. Aus diesem Grund vermitteln wir auch grundsätzlich keine Hunde in Zwingerhaltung.
Für einen Hund ist im Grunde „Platz in der kleinsten Hütte“, aber er braucht viel Zeit mit seinem Menschen, er braucht auch nicht unbedingt ein Eigenheim mit großem Garten – obwohl er sich darüber natürlich sehr freuen würde. Als Rudeltier braucht er viel Kontakt zu seinem „Rudel“, nämlich zu seinem Besitzer und zu seiner Familie.
Natürlich braucht er auch ausreichend Bewegung an frischer Luft, also lange Spaziergänge bei jedem Wetter, und das mindestens dreimal am Tag. Insgesamt sollten Sie Spaziergangszeiten von zwei Stunden gewährleisten können, von denen zwei jeweils eine halbe Stunde, einer jedoch eine ganze Stunde dauern sollte. Welpen jedoch dürfen vor dem Alter von fünf Monaten maximal zwanzig Minuten am Stück ausgeführt werden. Welpen unter 12 Wochen maximal zehn Minuten, das allerdings mehrmals täglich. Dies gilt für alle Welpen und Junghunde, unabhängig davon, ob es Mischlinge oder Rassehunde sind, denn der Knochen- und Gelenkaufbau ist noch nicht abgeschlossen und kann sehr leicht gestört werden.
Eine weitere Frage, die es vor der Anschaffung eines Hundes zu bedenken gilt: Wer kümmert sich um das Tier, wenn Sie einmal erkranken sollten, für längere Zeit ins Krankenhaus müssen oder auch nur in Urlaub fahren wollen und den Hund nicht mitnehmen können? Hier empfiehlt es sich rechtzeitig, einen Paten oder eine Patin für den Hund zu suchen, die bereit sind, im Notfall einzuspringen. Diese Person muss dem Hund vertraut sein, muss ihn mögen und gemocht werden. Erkundigen Sie sich rechtzeitig im Freundeskreis, wer als Pate in Frage käme, wer Lust hat, die Verantwortung zeitweise für ein vierbeiniges Patenkind zu übernehmen.
Die nächste wichtige Frage vor der Anschaffung eines Hundes lautet: Bin ich in der Lage, mich konsequent zu verhalten? Kann ich einmal gesetzte Regeln aufrechterhalten, bin ich willens, auf der Ausführung von Kommandos zu bestehen, kann und will ich „Nein“ zu treuen Hundeaugen sagen, die mich „Kuchen bettelnd“ oder „ins Bett wollend“ ansehen? Oder neige ich eher dazu, jetzt gerade nein, in fünf Minuten zu derselben Sache jedoch ja zu sagen? Bin ich bereit, für den neuen Hausgenossen ein freundlicher, gerechter, liebevoller, aber gleichzeitig auch konsequenter Führer zu sein? Das ist das Mindeste, was unser Hund von uns erwartet, damit er uns respektieren kann und sich bei uns sicher fühlt.
Konsequentes Verhalten ist der Grundstein jedes Sicherheitsgefühles!
Im Falle des Hundes bedeutet das, dass er sich darauf verlassen kann, dass unser „Nein“ tatsächlich nein heißt und unser „Ja“ tatsächlich ja bedeutet, und zwar unabhängig vom Wetter, unserer Laune, seinem Verhalten oder dem Fernsehprogramm.
Sind bis hierhin alle Fragen positiv beantwortet, dann wollen wir Sie bei den nächsten wichtigen Fragen – die Sie sich unbedingt stellen müssen – ausführlich beraten.
Welcher Hund passt zu mir und meinen Wohnverhältnissen?
Hier stellen sich zunächst vier überaus wichtige Fragen: groß oder klein, Rüde oder Hündin, alt oder jung, ruhig oder lebhaft?
Groß oder klein?
Bei dieser äußerst wichtigen Frage kommt es auf absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber an. Auch wenn man es vielleicht nicht wahrhaben will: Hunde können – und das unabhängig von ihrer Körpergröße – sehr viel mehr Kraft entwickeln, da sie, im Gegensatz zu uns Menschen, auf vier Beinen laufen.
Das Größenverhältnis Mensch – Hund muss ausgewogen sein. Dazu gehört, dass man in der Lage ist, den Hund an der Leine zu halten, selbst wenn er mit Vehemenz in eine andere Richtung zieht oder sich losreißen will. Beispielsweise muss es möglich sein, den eigenen Hund davon abzuhalten, sich auf einen Artgenossen zu stürzen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Dies ist umso schwieriger, je größer und schwerer der Hund und je kleiner und leichter der Führer, je durchtrainierter der Hund und je unsportlicher der Halter ist.
Bitte denken Sie also daran, sich einen Hund entsprechend der eigenen Größe zuzulegen bzw. entsprechend der Größe und Kraft der Person, die für das „Gassi-Gehen“ zuständig ist. Auf keinen Fall sollte eine Person einen Hund an der Leine führen, der schwerer ist als sie selbst! Dies schließt auch aus, dass kleinere Kinder mit einem größeren Hund an der Leine spazieren gehen, auch dann, wenn die Eltern dabei sind. Bitte denken Sie daran, dass Sie für alle Schäden, die Ihr Hund verursacht, haftbar sind. Die Haftpflichtversicherung zahlt nicht, wenn Ihnen Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann.
Rüde oder Hündin?
Das Geschlecht des Hundes hat großen Einfluss auf sein Verhalten. Hündinnen, die nicht kastriert sind, werden zweimal im Jahr läufig. Die Läufigkeit dauert 21 Tage an. Der normale Verlauf einer Hitze sieht so aus: Zunächst beginnt die Hündin in der näheren Umgebung Duftmarken abzusetzen, mit denen sie den Rüden ihre nahende Hitze anzeigt. Diese Phase kann durchaus einen Monat vor der eigentlichen Läufigkeit beginnen.
Dann beginnen die Blutungen, zunächst vielleicht etwas schwächer, dann stärker. In dieser Zeit besteht keine Deckbereitschaft. Sie wird Rüden zwar anlocken, sie jedoch bei Aufdringlichkeit abbeißen. Die Deckbereitschaft beginnt, wenn die Blutungen nachlassen, die Vulva stark anschwillt, schließlich nur noch wenig, fast klarer Ausfluss da ist. Nach der Deckbereitschaft nehmen die Blutungen wieder zu. Also: Die Tatsache, dass eine Hündin innerhalb der 21 Tage aufhört zu bluten, bedeutet nicht, dass die Hitze vorüber ist, sondern nur, dass Paarungswilligkeit besteht. Die meisten Hündinnen halten sich während ihrer Läufigkeit peinlich sauber und reinigen auch ihre Umgebung von Blutflecken.
Für die Dauer der gesamten Läufigkeit gilt: allergrößte Vorsicht und absoluter Leinenzwang, damit kein ungewollter Deckakt passiert!
Rüden sind grundsätzlich das ganze Jahr über an Sex interessiert. Sie markieren ihr Gelände ausgiebigst, und wenn sie irgendwo eine läufige Hündin wittern, kann es auch vorkommen, dass sie Haus und Hof verlassen wollen, um sich fortzupflanzen.
Rüden werden häufiger in Rangkämpfe mit anderen Rüden verwickelt, dies hat ebenfalls mit dem Sexualtrieb zu tun.
Mindestens 80 % aller Rüden haben einen chronischen Vorhautkatarrh, d.h. die Vorhaut ist mit Bakterien besiedelt, und es kommt zu steten, minimalen Eiterabsonderungen. Dies kann man nie ganz beseitigen, nur mildern, indem man die Haare am Penis ganz kurz hält, was jedoch nicht jeder Rüde mag.
Kastration oder Sterilisation?
Bei der Sterilisation werden bei der Hündin die Eileiter und beim Rüden die Samenstränge unterbrochen. Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Hunde zeigen alle mit der Fortpflanzung und dem Sexualtrieb verbundenen Verhaltensweisen auch weiterhin.
Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt, d.h. bei der Hündin die Eierstöcke und bei den Rüden die Hoden. Im Gegensatz zu der Sterilisation gibt es jedoch kein Fortpflanzungsverhalten mehr. Die Hündin wird nicht mehr heiß (keine Blutungen) und der Rüde wird ruhiger und ist in den meisten Fällen kaum noch an Sex interessiert.
Wir empfehlen in jedem Fall die Kastration. Über weitere Einzelheiten lassen Sie sich am besten von Ihrem Tierarzt beraten. Absoluter Quatsch ist die leider noch oft gehörte Meinung, eine Hündin müsse auf jeden Fall einmal Junge gehabt haben.
Fazit: Hündinnen sind insgesamt weniger an Rangordnungsstreitereien interessiert, sie nehmen leichter den ihnen in der Familie zugewiesenen Platz ein. Sie müssen auch weniger ihre Stärke gegenüber anderen Hunden demonstrieren. Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung sind Rüden oft anhänglicher als Hündinnen und fordern dadurch wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Für den völlig unerfahrenen Hundehalter ist eine Hündin meistens die problemlosere Hausgenossin.
Jung oder älter ?
Lebhaft oder ruhiger ?
Diese beiden Fragen sind natürlich ursächlich miteinander verbunden, denn auch ein Hund wird – wie wir Menschen – mit zunehmendem Alter etwas ruhiger.
Hinsichtlich der Fragestellung, ob es ein eher lebhafter oder eher ruhiger Hund sein soll, kann der Rat nur lauten:
Wenn Sie selbst sehr aktiv sind, gerne viel spazieren gehen und körperlich richtig fit sind, wenn es schön für Sie ist, von einem Hund zum Spielen und Toben aufgefordert zu werden und sich ganz intensiv mit ihm zu beschäftigen, ihn zu erziehen und ihm die geforderte Bewegung zu geben, dann ist der jüngere, lebhafte Hund etwas für Sie. Wenn Sie hingegen eher ruhig sind, es beschaulich lieben und nicht so gerne draußen herumtollen, oder falls Sie körperlich nicht auf dem Höhepunkt Ihrer Kräfte stehen, dann ist sicherlich der etwas ruhigere, vielleicht auch der nicht mehr ganz so junge Hund glücklich und zufrieden bei Ihnen.
Bitte bedenken Sie dabei: Hunde sind Lauf- und Bewegungstiere, und ein nicht befriedigter Bewegungsdrang und Langeweile führen bei Hunden unweigerlich zu Verhaltensstörungen.
Denken Sie auch bitte daran, dass gerade der junge Hund wesentlich mehr Zeit und Aufwand von Ihnen fordert. Der etwas ältere Hund hat dagegen schon Fähigkeiten, die Sie dem jungen Hund erst beibringen müssen, wie z.B. Stubenreinheit, Alleinbleiben, Autofahren, gute Erziehung und vieles mehr.
Gehören Kleinkinder zu Ihrer Familie, die vielleicht gerade dabei sind, das Laufen zu lernen? Dann sollten Sie unbedingt daran denken, wie schnell das übermütige Toben eines jungen, lebhaften Hundes zum unbeabsichtigten Umwerfen des Kindes oder anderen Unfällen führen kann.
Fazit:
Bitte nehmen Sie nur den Hund zu sich ins Haus, der wirklich zu Ihnen und Ihrer Familie sowie zu Ihrem Lebensstil passt. Sowohl vom Alter, als auch von der Größe und Lebendigkeit, als auch vom Geschlecht her. Hier zählt im beiderseitigen Interesse nicht die Wunschvorstellung, sondern eine wirklich genaue, realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten und der bestehenden Gegebenheiten.
Gerade ein Hund aus dem Tierheim sucht keinen spontanen, mitleidigen Retter, sondern Menschen, bei denen er den Rest seines Lebens glücklich und zufrieden verbringen kann. Er möchte eine neue Familie finden, und diese soll ihn sein weiteres Leben lang begleiten. Er ist bereits einmal oder sogar mehrfach schwer enttäuscht worden und möchte nicht wieder durch eine übereilte und unüberlegte Entscheidung verlassen werden.
Als Letztes sollten Sie natürlich bedenken, dass Hundehaltung auch Geld kostet. Neben der Grundausstattung Halsband, Leine, Futter- und Wassernapf, Kamm und Bürste, kommen neben den Futterkosten die jährlich wiederkehrenden Kosten für Schutzimpfung, Steuermarke und Haftpflichtversicherung auf Sie zu. Je nach Größe des Hundes und Anspruch an Futter belaufen sich die jährlichen Kosten auf etwa 400-700 Euro!
Wenn Sie nun nach reiflicher Überlegung einen Hund bei sich aufnehmen möchten und auch bereit sind, über einen langen Zeitraum bei Ihrer Entscheidung zu bleiben, ihn in Freud und Leid Ihren Begleiter sein zu lassen, dann sprechen Sie mit uns, wir helfen Ihnen gerne, die richtige Wahl zu treffen, oder merken Sie auch gerne vor, wenn Sie auf einen für Sie passenden Hausgenossen warten wollen.
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Eine Katze kommt ins Haus – was muss ich beachten?
Sie haben sich entschlossen, einer Katze ein Zuhause zu geben, ein Entschluss, über den wir uns sehr freuen.
Damit das Zusammenleben für Sie und die Katze möglichst friedlich und ohne größere Ärgernisse oder Unfälle verläuft, haben wir einige Punkte zusammengestellt, die Sie beachten sollten:
- Die Katze wird sich in der neuen Umgebung erst einmal fremd fühlen und vielleicht nicht gleich so zutraulich sein. Lassen Sie ihr Zeit, ihr neues Zuhause nach und nach zu erkunden und machen Sie sich keine Gedanken, wenn sich das Tier erst einmal zurückzieht (z.B. hinter das Sofa).
- Das Katzenklo sollte so aufgestellt sein, dass die Katze immer ungehindert Zugang dazu hat. Zeigen Sie ihr den Platz und setzen Sie sie ruhig einmal hinein. Normalerweise hat eine Katze einen angeborenen Sauberkeitssinn und wird das Katzenklo bereitwillig annehmen.
- Vorsicht ist geboten bei Putzmitteln, Waschmitteln und dergleichen. Bitte unbedingt außerhalb der Reichweite Ihrer Katze aufbewahren! Schwere Vergiftungen mit Todesfolge sind keine Seltenheit. Das Gleiche gilt auch für Zimmerpflanzen. Achten Sie darauf, ob die Katze Pflanzen anknabbert. Falls ja, giftige Pflanzen in ein anderes Zimmer stellen.
- Offene Waschmaschinen/Trockner/Spülmaschinen sind ein beliebter Schlafplatz. Bitte vor Gebrauch unbedingt kontrollieren!
- Extreme Gefährdung geht von gekippten Fenstern aus. Schon manche Katze hat auf diese Art versucht, hinaus- oder heineinzugelangen und hat sich dabei festgeklemmt. Die Folge sind oft schwerste innere Verletzungen, da das Tier bei seinen Versuchen, sich zu befreien, immer tiefer rutscht und in vielen Fällen die Tiere dann nicht mehr zu retten sind.
- Zur Ernährung sei noch gesagt, dass viele Katzen keine Milch vertragen und darauf mit Durchfall reagieren. Normales Leitungswasser ist völlig ausreichend.
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